Projekt MagicMirror #1 – der Spiegel ist da!

Endlich ist der da, der Spionspiegel für meinen MagicMirror! Ich bin schon vor einiger Zeit über das Projekt von Michael Teeuw gestoßen, der während einer Shopping-Tour durch New York City auf die Idee des Magic Mirrors kam, nachdem er einen solchen Spiegel in einem Kaufhaus dort gesehen hatte. Aber irgendwie geriet das Thema dann auch wieder in Vergessenheit – bis Anfang dieses Jahres. Beim Stöbern durchs Internet zum Thema Internet of Things (IoT) stieß ich erneut auf diesen Spiegel und schon fing es in mir an zu rattern. Dieser Spiegel, Microsoft Cognitive Services, Google Cloud Platform, Amazon Echo Dots… Was sich damit nicht alles bauen ließe. Mein Sommerprojekt war gestartet. Ich hab mich schon vor einem Spiegel gesehen, der via Gesichtserkennung weiß, ob ich oder meine Freundin davor steht, der auf Bewegung reagiert und mit dem man auf natürliche Art und Weise sprechen kann – kurzum: Das Hirn eines Smart Homes. Aber einen Schritt nach dem Anderen. Zuerst einmal soll das Ding hängen und die grundlegende Software nutzen, die Michael Teeuw auf Github veröffentlicht hat. Mittlerweile gibt es bereits Version 2. Modular aufgebaut, mit der Möglichkeit, eigene Module zu schreiben, die jedoch mit anderen Modulen interagieren können. Auch die Community wächst und wächst, was dafür gesorgt hat, dass es schone einige sehr coole Module im Repertoire gibt. Darunter Gesichtserkennung, Bewegungsmelder, Sprach-Analyse, Alexa und viele kleine Spielereien. Auch ich selbst habe bereits ein Modul entwickelt: MMM-MovieListings. Aber statt zu planen und Module zu bauen, muss erstmal der Spiegel hängen. Also kurz eine Liste erstellt, was alles benötigt wird und dann wurde eingekauft:

  • Ein Raspberry Pi 3 (inkl. Gehäuse, SD Card, Pi Cam – für Gesichtserkennung, PIR Motion Detector – für Bewegungserkennung)
  • Ein Monitor, 24″
  • Ein iPad 12W Ladeadapter (die Idee habe ich Michaels Blog entnommen, da auch ich den Spiegel mit nur einem Kabel versorgen möchte und somit Monitor und Raspberry aus einer Stromquelle versorgen möchte. Hierzu später noch mehr)
  • Einen C14 Einbaustecker (Ich wollte kein Kabel aus dem Rahmen hängen haben, sondern einen Anschluss bieten, um den Spiegel „eigenständig“ zu machen)
  • Ein Monitor-Kabel (C13)
  • Ein Euro-8-Kabel (dies passt ins iPad-Ladegerät, so kann ich vom C14-Einbaustecker sowohl mit dem C13-Kabel, als auch mit dem Euro-8-Kabel abgehen. C13 geht dann direkt in den Monitor, Euro 8 geht ans iPad-Ladegerät und von dort via USB an den Raspberry. Wie gesagt, detailliert später mehr)
  • Natürlich einen Spionspiegel
  • Holz für den Rahmen

Schritt 1: Die Einkaufsliste

Der Raspberry Pi war schnell bestellt, einen Monitor (einen BenQ GL2450) habe ich über ebay Kleinanzeigen gefunden und den technischen Kleinkram habe ich bei Conrad im Laden gekauft. Das Holz für den Container war ebenfalls mit einem Weg zum Bauhaus erledigt und zugeschnitten. Beim Spiegel habe ich lange gehadert, es gibt eine Forumsdiskussion im offiziellen Magic Mirror Forum zum Thema „Spionspiegel in Deutschland bestellen„. Die dort vertriebenen Spiegel haben jedoch eine gewissen Lieferzeit und auch, wenn sie – wenn man den Bildern vertrauen darf – super sind, waren sie mir etwas kostspielig für den ersten Spiegel. MySpiegel.de sagt von sich selbst, die Spionspiegel seien nicht geeignet für den MagicMirror. Bilder wiederum sahen gut aus und der Preis für einen 40×60 cm Spiegel war okay. Ich habe mich dann jedoch für Glas per Klick entschieden. Bilder des Spiegels sahen ebenfalls sehr gut aus, der Spiegel ist nur 4mm, statt 8mm dick, der Preis ist ebenso fair und so fiel die Wahl auf diesen Anbieter. Und genau diesen Spiegel hielt ich nun heute in meinen Händen! Das Bauen kann losgehen!

Spiegel und Rahmen im Rohbau

Das Gehäuse des Monitors hatte ich bereits entfernt, damit ich den Monitor hochkant auf dem Schreibtisch verankern konnte, um die Spiegel-Software auf Pi zu installieren und zu konfigurieren. Also auch dieser liegt bereit.

Monitor ohne Gehäuse. Für mich eine Premiere.

Die Tasterleiste habe ich gelöst, sodass ich diese in den Rahmen des Spiegels integrieren kann, um zu Beginn – solang das Smart Home noch in der Entwicklung ist – den Monitor manuell ausschalten zu können.

Schritt 2: Die Verkabelung

Als ersten Bauschritt habe ich die Verkabelung gebaut. In den unteren Teil des Spiegels sollte möchte ich einen, sodass der Spiegel selbst einen handelsüblichen Kaltgeräteanschluss besitzt – wie jeder Monitor, den man sich kauft. Dieser Einbaustecker sollte im Rahmen verbaut werden und von diesem sollten dann sowohl Raspberry Pi, als auch Monitor versorgt werden.

Vom Euro-8-Kabel, sowie vom C13-Kaltgerätekabel wurden also die Steckdosen-Stecker gekappt, die sich im Kabel befindlichen Drähte abisoliert und zusammen gecrimpt. Aus 2 mach 1.

Ein selbst gebautes Y-Kabel

 

Beide Kabel haben nun gemeinsame Flachsteckerbüchsen als Anschluss, die einfach auf den Einbaustecker gesteckt werden können. Rechts mit dem Kabel, das zum Monitor gehen wird. Links mit dem Euro-8-Kabel, dass in ein iPad-Ladegerät geht, von welchem dann wiederum ein normales USB-Kabel angeht, das den Raspberry befeuern wird.

Von Euro 8 auf USB

Die Verkabelung steht. Weiter geht’s mit dem Rahmen des Spiegels, dessen Holz aktuell 14 cm breit ist, aber deutlich verkleinert werden soll. Entweder fällt mir noch spontan ein, wie ich das frei Hand mit einer Stichsäge selbst hin bekomme oder ich muss mal am Donnerstag mal ins OpenLab, aber ohne Rahmen geht’s nun nicht weiter und eine eigene Werkbank habe ich leider nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.