Microsoft Technical Summit 2016

Microsofts Nikolaus-Geschenk für uns war dieses Jahr die Eröffnung der Microsoft Technical Summit in Darmstadt und ich durfte dieses Jahr zum ersten Mal dabei sein. Als Apple User. Mit Macbook Pro, iPhone und gerade gekaufter Erweiterung meines iCloud-Storages bin ich also morgens zur Eröffnungs-Keynote, die von niemand anderem gehalten wurde, als Scott Guthrie. Der Fokus der folgenden Vorträge auf Cloud und AI traf genau meinen Geschmack, allerdings fing meine Session-Jagd mit APTs: Cybercrime, Cyber Attacks, Warfare and Threats Exposed an, da ich mich gerade ziemlich intensiv mit dem Thema Cyber/IT Security und Ethical Hacking befasse. Ich glaube, es ist eine Mischung aus Erstaunen und Schock, wenn man sieht, was mittlerweile bereits wie leicht zu erreichen ist. Ein super Einstieg in die fachlichen Themen. Die folgende Beitrag Give your apps a human side through Machine Learning mit einer Beleuchtung der Microsoft Cognitive Services hatte mich dann bereits voll überzeugt, dass ich die Technologie irgendwie mal ausprobieren muss. Die API, die Microsoft mit den Services bietet und was damit bereits für jeden Entwickler möglich ist – irre. CSS Flexbox: Oberflächenlayout der Zukunft und HTTP/2 – die Zukunft beginnt jetzt waren dann nochmal schöne Beiträge zu doch bekannten Themen, jedoch konnte ich selbst da in beiden Beiträgen nochmal Neues mitnehmen und mit DevOps End-to-End – von der Idee zum Code habe ich den ersten Tag abgeschlossen.

Donovan Brown bei der Microsoft Technical Summit

Tag 2 der Microsoft Technical Summit

Die Keynotes zum Thema Open Source und DevOps am zweiten Morgen waren sowohl informativ, als auch ziemlich unterhaltsam. Donovan Brown ist ein Entertainment-Talent und hat einen Riecher dafür, Wissen und Informationen super verpackt an das Publikum zu bringen und man merkt, er lebt DevOps, während viele noch im „wir-müssen-das-unbedingt-auch-machen-weil-es-cool-ist“-Stadium sind. Donovan konnte super vermitteln, wieso es nicht nur „cool“, sondern wirklich „sinnvoll“ ist und ich hoffe, viele Entscheider haben seinen Beitrag auch im Live Stream auf Channel 9 gesehen. Weiter ging es dann für mich erneut mit AI und der Frage Evolution of AI: Warum ist mein Computer eigentlich so dumm?, gefolgt von einem großen Überblick über Azure IaaS Security und einem genialen Beitrag zum Thema Progressive Web Apps: das Web wird nativ(er) und Microsoft ist mittendrin. Mein neues WebDev-Mantra kommt seit gestern von Christian Weyer, dem Vortragendem des Themas

IE6 – Codename „Safari“

Das trifft es dank des Apple Fünfjahresplans leider ziemlich gut. Microsofts Edge ist nicht mehr das Schlusslicht. Als Web Developer war mir das schon einige Zeit klar, aber seit der Microsoft Technical Summit kann ich das nun auch als Apple Nutzer zugeben. Was hat Microsoft getan?! Ohje… Ich blieb danach auf jeden Fall auf der Web- und App-Schiene und ging zu Hybrid Appocalypse: The Web Technology Invasion of the Desktop. Ich kam leider selbst noch die dazu, das Electron Framework selbst zu testen, aber ich hatte schon einiges davon gehört. Der Vortrag war also endlich die perfekte Gelegenheit, mal eine kurze Vorstellung zu bekommen. Abgeschlossen habe ich den Tag dann mit dem grandiosen Vortrag von Seth Juarez zum Thema Machine Learning for Developers = Mind Blown! Einfach wow!

Workshop-Tag

So, heute war dann Tag Drei der Veranstaltung. Ein ganztägiger Workshop, bzw. mehrere, aus denen man wählen konnte und mich hat es zu DevOps & Continuous Delivery mit Team Foundation Server/Visual Studio Team Services verschlagen.

  1. Was ist DevOps und wie ist der aktuellen Entwicklungsstand von TFS/VSTS?
  2. Was sind die Unterschiede zwischen TFS und VSTS? Wann eignet sich VSTS?
  3. Transparenz im Team und Integration der Stakeholder: welche Möglichkeiten bieten die agilen Planungstools?
  4. Welche Möglichkeiten der Automatisierung bietet der TFS?
  5. Was bietet das neue Build und Release Management im TFS/VSTS?
  6. Aufsetzen der Build-Infrastruktur mit Agents sowie Erstellen einer Build-Definition mit TFS/VSTS: wie geht das genau?

Ich, der sonst immer via Git (auf Github) und weiteren externen Integrationen, wie z.B. Building auf Codeship und dann Deployment zu – meinetwegen – Heroku, oder so, gearbeitet hat, finde es faszinierend, das Microsoft das mittlerweile alles als einen großen Service anbietet. Unbegrenzt kostenlose, freie Git Repos, 240 Minuten freie Build-Process-Zeit, Release-Management und das nicht nur für die eigenen Tech Stacks, sondern selbst für Frameworks, wie Ionic, iOS, Android und noch unzählbare Weitere.

Das ist nicht mehr das Microsoft, das ich kenne. Ich möchte noch keinen windows-basierten Rechner, aber die Services und Tools, die Microsoft anbietet. Von Editoren, wie Visual Studio Code (der bereits vorher der Editor meiner Wahl war), über die Cognitive Services bis hin zu Visual Studio Team Services und Azure dessen Produkte, wie Deep Learning – einfach Wahnsinn und vieles davon in einem wahnsinnig ansprechendem Lizenzmodell, sodass auch private Entwickler oder kleine Indie-Teams davon profitieren können.

Ich bin begeistert und hab ganz viele neue Themen und Bereiche, in die ich reinschauen will und muss! Ich hoffe, einiges davon findet auch den Weg hierher!

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